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2011 schlossen sich Perrie Edwards, Jesy Nelson, Leigh-Anne Pinnock und Jade Thirlwall zu Little Mix zusammen. Seither haben sie sich zu einer der schillerndsten Größen der britischen Pop-Szene entwickelt. Und so überrascht es nicht, dass ihr neues Album ‚Glory Days’, angeführt von der grandiosen, unverblümten ersten Single ‚Shout Out To My Ex’, diesen Status nur noch weiter festigen wird.

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Ihre großen Hits ‚Move’, ‚Wings’ und ‚Black Magic’’ – letzterer stand im Sommer 2015 drei Wochen lang stur an der Spitze der britischen Charts – haben der Nummer Eins unter den Girl-Bands über eine halbe Milliarde Aufrufe bei YouTube und Vevo eingebracht. Und damit nicht genug: auch live konnten Little Mix jetzt ihr Talent unter Beweis stellen; unermüdliche Touren führten sie durch ganz Großbritannien, Europa, Australien, Japan und die USA, wo ihr Album einen Rekord brach, der vorher fast zwei Jahrzehnte von den Spice Girls gehalten wurde.

 

In vielerlei Hinsicht war es aber ihr drittes Album ‚Get Weird’ aus dem Jahr 2015, das den wirklichen Durchbruch besiegelte. Das Album stieg direkt auf Platz 2 der britischen Charts ein, obwohl es im von Mitbewerbern stark umkämpften Monat November veröffentlicht wurde. Den Rest des Jahres hielt es sich unter den Top10 und bis zum August 2016 war es zum meistverkauften Album der Band geworden.

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Und auch heute steht ‚Get Weird’ noch auf der Liste der zehn meistverkauften Alben des Jahres 2016 – vor Künstlern wie One Direction, Sia and Rihanna. Statt zuzusehen, wie ihr Erfolg stagniert oder mit jedem Album geringer wird, schlagen Little Mix mit großer Freude eine andere Richtung ein als die eher typischen Popstars. Dass die Band auf diesem Album das Vertrauen in ihren eigenen Sound gefestigt hat, zeigen unter anderem der anmutige Song ‚Love Me Like You’, die herzzerreißende Ballade ‚Secret Love Song’ und eine neue Version ihrer Anti-Idioten-Hymne ‚Hair’, die sie gemeinsam mit dem legendären Sean Paul aufnahmen.

Der unglaubliche Erfolg bedeutete auch, dass Little Mix auf eine weitere Tour durch die Arenen dieser Welt gehen konnten: Bei insgesamt 60 Auftritten in ganz Europa (davon zwei ausverkaufte Abende in der Londoner O2-Arena), Australien und Asien verkauften Little Mix insgesamt über 500.000 Tickets.

Aber wie sieht es heute aus? Wie hält die größte Girl-Group der Welt ihren Status aufrecht? Wenn es etwas gibt, dass das neue Album ausmacht, dann ist es die Fähigkeit, Emotionen in gigantische Pop-Songs zu verwandeln, die funkeln und immer den richtigen Ton treffen. Die temperamentvolle erste Single ‚Shout Out To My Ex’ ist ein vielsagender und perfekt treffsicherer Trennungssong, mit dem die Band ihre Erfahrungen mit Herzschmerz in reines Pop-Gold umwandelt – mit einem Refrain, der Gebäude zum Einsturz bringen könnte.

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Mit ‚FU’ und ‚Nobody Like You’, hingegen knüpfen sie an ihr Talent für große Balladen an – im letzteren werden Gefühle angeschlagen wie die Saiten einer Harfe. Und mit ‚Touch’ bieten Little Mix einen buchstäblich pulsierenden, durch und durch modernen Tanz-Song. Bands wie Little Mix gibt es nicht so oft.

Mit jedem neuen Album sind sie besser und gewagter geworden. Sie haben verstanden, wie man Popmusik zum Leuchten bringen kann und wie sich das auf ihre treue und leidenschaftliche Fan-Gemeinschaft auswirkt.

Sie haben kein Interesse daran, einfach nur Musik zum Selbstzweck herauszubringen; ihre Songs sind voll von ihrer eigenen Persönlichkeit – unbekümmert, wenn es passt, und tiefgründig im richtigen Moment.

Man sollte sich besser festhalten, bald erreichen Little Mix intergalaktische Dimensionen.