Email this to someoneShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn
Email this to someoneShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Die Spieleindustrie macht es vor. Mit Portalen wie Twitch und auch YouTube gibt es für Spieler die Möglichkeit, Livestreams zu schalten und ein Millionenpublikum am Stream teilhaben zu lassen. Große Finalspiele wie beim großen „The International“-Turnier erreichen nahezu Superbowl-Ausmaße, denn weltweit schauen mehrere Millionen Zuschauer in verschiedenen Livestreams online zu, die großen Sportportale wie Sport1 berichten live im Fernsehen und bieten den Zuschauern zusätzliche Informationen an. Was in der Spieleindustrie funktioniert, hat sich im Musikbereich noch nicht so stark durchsetzen können – warum eigentlich?


Gibt es Parallelen zwischen Spiel- und Musikkonsum?

1d

Musik erlebt man anders als ein Spiel. Bei einem Konzertbesuch der Lieblingsband geht es um mehr, als einfach nur den optischen und musikalischen Reiz, sondern auch um die Atmosphäre, die Gemeinschaft oder das Erlebnis. Allerdings ist dies bei traditionellen LAN-Parties von Spielen ähnlich und dennoch boomen heute Spiele-Livestreams und Onlinespiele wie nie zuvor und die klassische LAN-Party dient meist nur noch dem Turniergedanken. Daher möchten wir beleuchten, wie der heutige Stand bei Musik und Spielen aussieht, wo es hingehen könnte und was dies für Künstler bedeutet.


Stand der Dinge bei Spielen

Beim Sielen lässt sich eine Parallele zum Konzertbesuch ziehen: Bei den Deutschen ist das klassische Brettspiel aufgrund der stärkeren sozialen Komponente und des Erlebnisses an sich nach wie vor beliebter als ein Smartphone-Spiel. Dennoch hat sich der Spielemarkt revolutioniert. Heute hat der Nutzer Zugriff auf ein nahezu unendliches Angebot an Spiel-Streams. Plattformen wie Playstation Now bieten dem Anwender per Stream Zugriff auf über 400 Spiele, die live gestreamt, aber dennoch aktiv gespielt werden können. So lassen sich PS4- und PS3-Titel per Stream-Flatrate spielen, ohne dass der Spieler das eigentliche Spiel überhaupt besitzen muss. Auf Portalen wie Facebook und YouTube werden täglich bis zu 8 Milliarden Video-Views erreicht und jeder Fan bekommt sofort eine Mitteilung, wenn sein Lieblings-Streamer wieder Live auf Sendung ist.

Mit neuen Technologien wie Virtual-Reality-Brillen verschwimmen zunehmend die Wahrnehmungsgrenzen und es lässt sich tief in die Streams eintauchen. Bei Portalen wie Betway Live-Casino kann der Spieler in einen Blackjack-Livestream eintauchen und gleichzeitig interaktiv mit agieren, also voll im Geschehen mit dabei sein. Man kann diese Entwicklung durchaus als Meilentein in der Geschichte des klassischen Spielens sehen, das sich von Casino-Partien über Online-Browserspiele bis hin zu modernen Livestream-Spielen entwickelt hat. Dies ist im Vergleich zu einem 3D-Stream am Fernsehen oder einem einfachen Spielstream eine ganz neue Dimension, die auch das Live-Streaming von Musik revolutionieren könnte.


Stand der Dinge in der Musikbranche

1e

Keine Frage – mit den einstigen Branchenriesen der Musikvideo-Branche wie MTV und Viva ist die Musikindustrie seit jeher mit Videos eng verbunden. So bieten auch wir die aktuellen Charts als Video-Streams an. Diese produzierten Musikvideo-Clips haben aber mit Livestreams von Konzerten, Events Sessions wenig gemein. Zwar gibt es natürlich auch heute schon Musiker, die live im Internet performen, Streams schalten oder durch das Livestreaming in YouTube & Co erst bekannt wurden, aber die Dimension ist hier eine ganz andere, als im Spielemarkt. Sicherlich spielt für Privatanwender auch die GEMA eine Rolle, denn ohne Lizenz zur öffentlichen Ausstrahlung von urheberrechtlich geschütztem Material ist kein Stream möglich, beziehungsweise es lässt sich kein Geld damit verdienen.

Bei Konzerten ist es ähnlich. Es gibt zwar Anbieter wie NC3, die Konzerte oder Festivals auf Anfrage live ins Netz bringen und von dieser Möglichkeit machen auch bereits viele Gebrauch, wer aber seinen Star hautnah erleben will und voll eintauchen will, kommt um den Konzertbesuch kaum herum. Die wenigsten Anbieter lassen den Zuschauer ins Geschehen eintauchen und es hautnah miterleben. Die meisten Musikstreams, die derzeit angeboten werden, bieten dem Zuschauer lediglich die Möglichkeit, das Konzert zu sehen und anzuschauen. So ist das Betrachten des Philharmonischen Staatsorchesters zum G20-Gipfel im Stream bei Spiegel zwar hübsch, aber es ist kein Vergleich zum tatsächlichen Auftritt.

 

Wie kann moderne Technik Musikstreams interessanter machen?

1f

Der Musikmarkt in Deutschland wächst leicht – endlich mal wieder. Im vergangenen Jahr gab es ein Umsatzwachstum von 4,6 Prozent und wenn sich das rasante Wachstum von Livestreaming-Angeboten mit der Musik verbinden lässt, kann dieses Wachstum nochmal deutlich zulegen. Der richtige Durchbruch ist dem Musikstreaming deshalb noch nicht gelungen, weil das Konzertfeeling fehlt. Für Hardcorefans kommt nur ein Konzertbesuch in Frage und das ist auch gut so, denn das Konzert wird natürlich erst mit den Zuschauern zum Erlebnis. Dennoch könnte moderne Technik den Konsumenten mitnehmen, ihn tiefer eintauchen lassen und den Musik-Stream zum echten Erlebnis werden lassen. Denn natürlich ist ein Konzert-Livestream am Handy oder Laptop vom Erlebnis des Konzertbesuchs so weit voneinander entfernt wie das Betrachten eines neuen 3D-Blockbusters als abgefilmten Stream auf dem Smartphone statt im Kino.

Erst kürzlich startete die Telekom mit MagentaMusik 360 einen Dienst, bei dem ausgewählte Konzerte als 360° Livestream verfügbar gemacht werden. So lässt sich ein solches Konzert sogar mit VR-Brille mit Rundumblick genießen und man ist deutlich näher dabei und bekommt dennoch ein deutlich besseres Gefühl für die Atmosphäre und das Konzertfeeling an sich. Je mehr die Nutzer für solche Dienste bereit sind zu zahlen, desto attraktiver wird es für die Anbieter und letztendlich auch die Künstler werden, entsprechende Angebote bereit zu stellen.


Zukunftsausblick

Vielleicht bestehen unsere Konzert-Tipps schon bald zusätzlich zu den Live-Terminen aus Links zu Dolby Surround-Streams, die sich mit VR-Brille im heimischen Wohnzimmer live miterleben lassen – und das auch noch deutlich günstiger als der Konzert-Besuch vor Ort und so nah dran, dass es für viele Fans eine echte Alternative zum Konzertbesuch wäre. Nicht nur, wenn die Zeit zum Konzertbesuch fehlt, sondern vielleicht auch, weil es ein echtes, einmaliges Erlebnis ist. Dank immer besser werdender Qualität von mobilen VR-Brillen wie der Oculus Rift oder auch Googles Daydream könnte der Konsum von 360°-Musik-Livestreams absolut massentauglich gemacht werden, denn es ist so leicht zugänglich, wie nie zuvor.

Es ist zwar utopisch davon auszugehen, es könnten Zuschauerzahlen wie bei Spiele-Livestreams erreicht werden, denn dafür ist die Vielfalt im Musikbereich auch viel zu groß. Dennoch könnte Musik-Livestreaming sich zum Hit entwickeln und eine echte Möglichkeit für Musiker werden, mehr Fans zu erreichen und eine Lücke zwischen Hardcore-Fan und Musikliebhaber füllen, der Konzerte und Auftritte lieber zuhause miterleben möchte.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken