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Nachdem BIRDY im Alter von 14 Jahren die Welt mit Skinny Love und People Help The People verzauberte, hatte sie viel damit zu tun, erwachsen und zu einer gereiften Musikerin zu werden. Während ihre Altersgenossinnen ihr Teenage-Leben mit Studium, Shopping und …Sozialen Medien verbrachten, veröffentlichte die hochtalentierte junge Frau zwei Alben, tourte um die ganze Welt, trat bei der Paralympics-Eröffnungs-Zeremonie auf, wurde für einen Brit-Award in der Kategorie „British Female Solo Artist“ nominiert und widmete sich zahllosen Seitenprojekten. Zu ihren internationalen Auszeichnungen gehören unter anderem ein Echo, den sie 2014 bekam, und ein spanischer Principales 2014.

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BIRDY verkaufte weltweit bisher über 10,5 Millionen Alben und sammelte mehr als 413 Millionen YouTube-Views. Bereits das Debüt Birdy erregte Aufsehen in der Musiklandschaft. Es erreichte Platin und Deutschland und brachte unter anderem die Single People Help The People mit, die bei uns ebenfalls mit Platin ausgezeichnet wurde! Das Nachfolgealbum Fire Within erschien im Jahr 2013 und katapultierte sich auf Platz 5 der deutschen Charts. Sowohl das Album als auch die Leadsingle Wings erhielten eine Goldauszeichnung.

Neben der Arbeit an ihren eigenen Alben hat BIRDY in den vergangenen Jahren mit einer ganzen Reihe weiterer Künstler zusammengearbeitet und sich kreativ an verschiedenen Projekten beteiligt. Ihre Musik wurde in „Die Tribute von Panem“ und „Merida – Legende der Highlands“ verwendet, zudem wurde sie damit beauftragt, Musik für den Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zu schreiben. Das Ergebnis waren drei BIRDY-Songs auf dem Soundtrack, darunter die Single Not About Angels. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie das Duett „Let It All Go“ mit Rhodes, während ihr Klassiker „Wings“ von Nothing But Thieves gecovert wurde.

 

Überdies lieh sie ihre Stimme dem mit einem Grammy® ausgezeichneten Song Learn Me Right von Mumford & Sons Schon am 1. Januar erschien die neue Single Keeping Your Head Up, die von der BBC als erster Song nach den Silvester-Feierlichkeiten im TV gespielt wurde.

Inzwischen hat der Vogel das heimische Nest verlassen und ist nach London umgezogen. Dies war ein großer Schritt für die inzwischen 19-Jährige, die als zurückhaltend gilt und stolz zugibt, dass sie etwa schüchtern und nicht gerade ein offensichtlicher Kandidat für das Leben im Spotlight ist. Ihr drittes Album trägt den Titel Beautiful Lies, auf dem es darum geht „sich selbst kennenzulernen“, wie sie sagt.

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„Aber es geht auch um Veränderungen und wie schwer sie uns manchmal fallen. Für mich fühlt es sich befremdend und ein bisschen beängstigend an, von Zuhause wegzugehen, aber zu meinem Leben gehört eben auch konstante Bewegung. Die vergangenen Jahre sind wie in einem Rausch vorbeigezogen. Es passierte oft, dass mich Freunde anriefen und mich fragten: ‚Wo bist Du gerade? ‘. Ich musste oft antworten: „Ich weiß es eigentlich gar nicht.“

Auf ihrem ersten, schlicht Birdy betitelten Album ging es vor allem um die Interpretation von Songs und darum, ihren Weg als Sängerin zu finden, während das zweite Album Fire Within von 2013 ihre Entwicklung als Songwriterin dokumentierte. Auf ihrem dritten Album Beautiful Lies verfolgt BIRDY nun eine klare Vision und ging dem Bedürfnis nach, an jedem Schritt des Produktionsprozesses teilzunehmen. Bisher hatte BIRDY es zugelassen, dass andere sie führten, doch nun bestieg sie quasi den Fahrersitz, um ihrer eigenen Bestimmung mit einer neuen Klarheit nachzugehen. „In der Vergangenheit wusste ich nicht, wie ich die Kontrolle übernehmen sollte“, so BIRDY. „Jetzt bin ich erwachsen, aber damals war ich noch ein Kind. Außerdem bin ich ein eher introvertierter Mensch, aber ich habe gelernt, mich zu behaupten, herauszufinden, was ich will, und einen Weg zu finden, dies auch umzusetzen.“

Es war vor allem die Lektüre des Romans „Erinnerungen einer Geisha“ von Arthur Golden, dabei insbesondere die wilde Entschlossenheit der Hauptfigur, die zur japanischen Grundstimmung des Albums führte. Deutlich wird dies beim Opener Growing Pains, aber auch in der Gestaltung der Coverfotografie, die von der amerikanischen Fotografin Olivia Bee stammt – zufälligerweise eben jene Fotografin, welche die damals 14-Jährige zu Beginn ihrer Karriere mit einem rot bedruckten Kimono bekleidet in einem nebligen Zwielicht festhielt. „Ich habe mit Begeisterung die Beschreibungen der Atmosphäre und der Landschaft in Japan gelesen, und ebendiese wollten wir auch auf dem Album auferstehen lassen. Ich hoffe, es wird die Menschen zu einem magischen und verzauberten Ort bringen“, so BIRDY.

Der Kompositionsprozess für das Album begann im Jahre 2014, als BIRDY auf US-Tour war. In London schrieb sie weiter an den Songs und kehrte dann mit einer ganzen Tasche voller Textbausteine und nicht ganz fertigen Melodien nach Los Angeles zurück. Die Aufnahmen fanden dann hauptsächlich in den RAK Studios in St. Johns Wood in London statt. Dabei wurde BIRDY vom Producer-Duo MyRiot (London Grammar) und später von Jim Abbiss (Adele, Arctic Monkeys) unterstützt, mit dem sie auch an den ersten beiden Alben gearbeitet hatte. Der Großteil des Albums wurde von Craig Silvey gemixt, in dessen Portfolio sich auch Arcade Fire und Florence and The Machine finden.

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Eine Handvoll Songs entstand in Co-Writing mit anderen Autoren, zu denen auch Simon Aldred von Cherry Ghost gehörte, dessen Song People Help The People BIRDY auf ihrem ersten Album coverte, ebenso wie Justin Parker, der Lana Del Reys Video Games geschrieben hatte. Andere Songs, etwa Take My Heart, Winter und Lost It All komponierte sie vollständig allein.

In der Tat ist BIRDY eine erfahrene Songwriterin, die bereits im Alter von acht Jahren mit dem Songwriting begann. „Es schien mir immer das Natürlichste der Welt zu sein, dass ich mich selbst ausdrücken wollte“, so erklärt sie. „Ich schrieb die allertraurigsten Liebeslieder, und meine Eltern hörten unten an der Treppe zu und fragten sich: „Was ist bloß mit ihr los?“ Natürlich hätte ich damals nie gedacht, dass dies je mein Job werden würde. Das war immer etwas, was nur die anderen Leute taten.“

BIRDYs Erinnerungen an ihre Jugendzeit sind durchaus bittersüß. Während sie die Auftritte, die Begegnungen mit anderen Musikern und die Reisen um die Welt sehr genoss, gab es auch Zeiten, in denen sie sich nach einem regelmäßigeren Leben sehnte. „Es ist manchmal sehr schwierig gewesen, an bestimmten Dingen nicht teilnehmen zu können“, erklärt sie. „Als Teenager will man auf Partys gehen, mit Freunden abhängen und all die Gerüchte kennen. Es kann sehr verwirrend sein, nach Hause zu kommen und festzustellen, dass man überhaupt nicht informiert ist.“

 

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Diese Schwierigkeiten bilden auch das Thema der ersten Single Keeping Your Head Up. Es geht laut BIRDY „um den Kampf in dir selbst und wie du auch in deinen traurigsten Momenten an die Zukunft denken kannst und an all die guten Dinge, die noch kommen werden. Grundsätzlich bin ich ein Optimist und ich glaube, dass alles gut sein wird, aber ich habe auch diese traurige Seite, die man in meiner Musik hören kann.“

Beautiful Lies ist ein Album, das reich an Emotionen ist und immer wieder Optimismus durchblicken lässt. Es dokumentiert eine kritische Zeitspanne voller Selbsterkenntnis und neu gefundener Unabhängigkeit für BIRDY. Es ist nicht nur eine Sammlung von Songs. Es ist der Klang einer jungen Frau, die ihre Flügel ausstreckt und sich zum Flug erhebt. (Quelle: Warner Music)