Email this to someoneShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn
Email this to someoneShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Dänische Sängerin und Gitarristin mit Überraschungen: Aura Dione lebt ihr inneres Kind mit bunten Outfits, ungewöhnlichen Texten, ausgelassener Musik und extravaganten Live-Shows aus. Jetzt bloß nicht in Schubladen denken – nennt es bessere Kunst für eine bessere Welt.

Sie hätte sich keinen besseren Künstlernamen aussuchen können. Schlicht, weil die 23-jährige Schönheit aus Kopenhagen tatsächlich eine Aura umgibt: lange schwarze Haare, strahlende Augen, eine blendende Figur und mehr Ehrgeiz, als die meisten Männer aushalten könnten.

2b

Eine Raupe in einem Kokon, die jahrelang geduldig gewartet hat – obwohl genau das ihre wahrscheinlich größte Schwäche ist. „Ich muss ständig etwas tun“, sagt sie mit einem atemberaubenden Lächeln. „Meine Traumvorstellung wäre: um halb sechs Uhr morgens aufstehen, um halb acht fertig sein und drei Stunden tanzen, dann vier Stunden lang Musik machen, eine Stunde ins Fitness-Studio und danach ein großes Konzert geben. Und das jeden Tag, 31 Tage im Monat. Das ist es was ich will.“

Aura, die sich schon ihr Leben lang nach einer professionellen Musik Karriere sehnt, arbeitete schon als Teenager mit verschiedenen Plattenfirmen zusammen, bereiste die Welt (insbesondere Australien und Japan) und kehrte nach Dänemark zurück um ihr erstes Album “Columbine“ aufzunehmen. Eine Hommage an die komischen Diener und Mägde der klassischen Commedia dell’Arte, die sich auch in der Gestaltung des Covers wieder findet. Man muss sich nur mal die Farben und Muster ansehen…

Ende Januar 2008 veröffentlicht, heimst “Columbine“ schwärmerische Kritiken ein, knackt die heimischen Albumcharts und produziert die Nummer 1 Single “Song For Sophie“. „Sechs Monate vorher kannte niemand mich oder meine Musik. Aber ich habe mir den Arsch abgearbeitet und alles getan was ich konnte. Das ist der Grund warum es so schnell ging.“ Ein explosiver Start für Aura – und eine mächtige Überraschung für alle anderen. Zum einen, weil sie in keine musikalische Genre-Schublade passt und mehr noch, weil sie andererseits auch keine stereotypen Poptexte schreibt. Tatsächlich sind die 12 Songs auf “Columbine“ weit davon entfernt normal zu sein.

2a

Aura, die mit Künstlern wie Feist, Gwen Stefani, Shania Twain oder sogar Tracy Chapman verglichen wird, mischt Folk mit Elektronischem, einem Hauch von Country, Pop und Dub; und einer opulenten, manchmal sonderbaren Instrumentierung mit Spielzeug-Klavier, Streichern, Glockenspiel, Flöte, Bläsern und Banjo. „Alles was ich tue, wird mit einem Sinn für Humor getan“, lacht sie. „Ich mag es, Dinge hinzuzufügen um einer Sache etwas anderes zu geben und – naja, in dieser Welt, in der Popmusik oft einfach 1-2-3-4 ist, also streng nach Vorschrift, möchte ich sie ein bisschen verändern.“ Überraschende Musik. Eigentlich ein Ziel, das jeder Künstler verfolgen sollte –  aber nur sehr wenige tun es. Aura ist eine Ausnahme: eine frische Brise, in der Tat.

Wenn man allerdings schon ihre Arrangements für prächtig, verspielt und hedonistisch hält, dann hat man ihre Texte noch nicht gehört. Hier spielt Aura ihre größte Stärke aus: ob es sich um eine Ode an die Schwulen-Ikone Antony Hegarty (von ‘Antony and the Johnsons’) handelt, den sie anbetet und mit dem sie hofft ein Duett aufnehmen zu können, oder ihre Wut darüber für eine Prostituierte gehalten worden zu sein (“Are You For Sale“); ihre Angst vor weißen Clowns (“Glass Bone Crash“), oder die verschiedenartigen Geschichten über Liebe und Beziehungen – keine davon ist einfach, eindimensional oder vorhersehbar. Merke: wenn man es mit Aura zu tun hat, erwartet man lieber das Unerwartete.

So wie bei “You’re The Reason“. Ein melodramatischer Song, der nicht so liebeskrank ist, wie er scheint: „Tatsächlich handelt es sich um die Geschichte eines Mädchens, das auf dem Weg nach Hause ist“, erklärt Aura. „Und als die sie Stufen hinauf geht, denkt sie über dieses Apartment nach, das ihr Freund ihr hätte überlassen und ausziehen sollen.


Aktuelles Album: Before The Dinosaurs

Sie steckt den Schlüssel ins Schloss, öffnet die Tür und da steht ein Stuhl. Und auf diesem Stuhl sitzt er – auf ihm eine andere Frau. Ich gab ihr also zwei Möglichkeiten: sie konnte entweder zur Tür hinausgehen und versuchen zu vergessen, oder aus dem Fenster springen. Und das ist es was sie tut: sie rennt durch das Zimmer und springt aus dem Fenster. Sie beginnt zu fallen – und vermutlich ist das die Stelle an der sie echt Glück hat, dass ich die Geschichte geschrieben habe, denn ich lasse sie zu einem Vogel werden, damit sie in den Himmel fliegen kann.

2c 3

Ich weiß, das ist ein bisschen kitschig, aber ich finde es ist eine wirklich schöne Geschichte. Und ich schätze die Moral ist, dass meistens jemand kommt und einen auffängt, kurz bevor man auf dem Boden aufschlägt.“

Und weil alle gute Kunst die Persönlichkeit des Kreativen widerspiegelt, ist Aura genau wie ihre Musik: lebensfroh, voller Widersprüche, stets unvoreingenommen und bereit die Welt zu erobern. Sie begeistert sich für andere Kunstformen wie Mode und Fotografie, entwirft ihre Kleider selbst, sammelt leidenschaftlich Schuhe und stellt etwas auf die Beine, das man eine ziemliche Show nennen könnte: sehr minimalistisch und zurückhaltend, konzentriert auf ihren Gesang und ihr Gitarrenspiel – gleichwohl aber mit jeder Menge Überraschungen. Ohne Zweifel mehr als ein alltägliches Konzert und trotzdem nur ein kleiner Vorgeschmack auf Aura – eine ambitionierte junge Frau, die die Welt im Sturm einnehmen wird. Einfach weil sie es muss: “Ich denke, ich bin bereit, bereit, bereit, bereit, bereit, los, los!“

Nachdem im Februar mit der Single „Can’t Steal The Music“ bereits der erste Vorbote aus der gleichnamigen, neuen EP der dänischen Solokünstlerin Aura erschienen ist und es bereits in die Top 100 der deutschen Airplaycharts geschafft hat, folgen nun am 03.03.17 die weiteren mitreißenden Versionen des Songs auf der „Can’t Steal The Music“-EP. „Can’t Steal The Music‘ ist außerdem der Titel ihres bevorstehenden dritten Albums, das eine glühende Stellungnahme zur Kraft und Stärke der Kunst sein wird:

„Wenn ich zur Musik tanze, kann mir das keiner nehmen, kann mir keiner die Musik stehlen“, singt Aura in dem Song. Sie hat die Lyrics geschrieben, die Musik komponiert und hat den Song co-produziert, was ihm einen einzigartigen Klang verleiht. „Can’t Steal The Music“ ist eine Einladung in ein einzigartiges Pop-Musik-Universum. Das Herzstück ist Auras warme Stimme, die von einem verspielten Rhythmus begleitet wird, der absichtlich etwas out-of-sync ist um Auras persönliche Erfahrungen besser widerzuspiegeln:

„Ich könnte alles verlieren im Leben – mein Herz, meinen Verstand, meine Besitztümer – aber die Musik und ihre Kraft Emotionen hervorzurufen – das kann mir keiner nehmen. Die Musik ist mächtiger als ich es jemals sein könnte“, sagt Aura über den Song, der von einer früheren Liebesgeschichte erzählt, in Folge derer sie sich selbst völlig verlor. Aber die Musik hat am Ende gewonnen.

Aura schreibt und singt seit ihrer Kindheit eigene Lieder. In Deutschland und Dänemark hatte sie große Hits wie „I Will Love You Monday” und „Geronimo.” Mit der Single „Geronimo“ von ihrem zweiten Album „Before the Dinosaurs” war sie die erste Dänin überhaupt, die es in Deutschland direkt an die Spitze der Charts schaffte.

Auras Durchbruch und Debütsingle „I Will Love You Monday” erlangte in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb kürzester Zeit Platin- und in ihrem Heimatland Dänemark Gold-Status. Den Erfolg konnte sie mit dem nächsten Nummer 1-Hit „Geronimo“ vom zweiten Album „Before The Dinosaurs” (Platin in Deutschland und Dänemark, Gold in der Schweiz und Australien) fortsetzen. Der Track „Friends“ schaffte es 2012 in die Top 6 der europäischen Single-Charts und wurde in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz mit Gold ausgezeichnet. Von den beiden Alben hat Aura insgesamt mehr als 4,5 Millionen Singles verkauft und generierte in den Jahren 2008 bis 2012 mehr als 18 Millionen Spotify-Streams – wohlgemerkt in einer Zeit noch bevor Spotify sich zum größten Streamingdienst gemausert hatte – und kann bis heute über 17 Millionen Views ihrer Videos verbuchen.

Mit „Can’t Steal The Music“ präsentiert sich Aura als inspirierende Künstlerin, die perfekt die Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit hält und mit dem klaren Refrain „You can’t take that away, can’t steal the music” („Das kann mir keiner nehmen, keiner kann mir die Musik stehlen“) echte Werte in einem Pop-Song vermittelt.

(Fotos und Text: Universal Music)

Merken

Merken

Merken